Projekt-bericht Kulturliega

Hier finden sie gesammelt alle Ergebnisse der Jugendbegegnung J-ArtEck zum Thema „Die Kultur-Liga: Stationen einer jiddischen Reise von Kiew nach Berlin“. Die Vorbereitungen zur Jugendbegegnung haben im Jahr 2021 begonnen und das Projekt läuft bis einschließlich 2023. 

J-ArtEck Jugendbegegnung Planungsphase 2021

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Die Vorbereitung für die Jugendbegegnung J-ArtEck 2022 hat bereits im 2021 gegonnen, dazu gehörte, die Konzeptionierung der Begegnung, Beantragung von Fördergeldern, Kontakt zu Projektpartnern.  

Vorbereitungstreffen für das Jewish ArtEck Sommercamp Juni 2022

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Am16. Juni hat das Vorbereitungstreffen der Jugendleiter*innen und Kunst-Pädagog*innen für unser internationales Jewish ArtEck Sommercamp begonnen. Die Vorbereitungen laufen also auf Hochtouren und alle sind motiviert und freuen sich auf die gemeinsame Zeit mit Jugendlichen.
In unserem Blog befindet sich ein detaillierter Bericht.

Die Jugendbegegnung J-ArtEck „Die Kultur-Liga: Stationen einer jiddischen Reise von Kiew nach Berlin“ 2022

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Am 05. August haben wir unsere diesjährige internationale Jugendbegegnung J-ArtEck, überglücklich und total geschafft beendet.  
Die Kinder und wir hatten eine fröhliche, ausgelassene, spannende, lehrreiche, lebendige, kreative Zeit in unserem Camp bei Werneuchen.  
Am 25. Juli reisten die 63 Kinder mit Bus, Bahn und dem Flugzeug aus Deutschland, Israel, Litauen und der Ukraine an. Gerade für die Gruppe aus der Ukraine war das keine Selbstverständlichkeit und ihre Reise fand unter den belastenden Bedingungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine statt.  
Das diesjährige Camp, dessen Vorbereitungen schon letztes Jahr begannen, stand unter dem Motto „Die Kultur-Liga: Stationen einer jiddischen Reise von Kiew nach Berlin“. 
Die Kultur Liga (Kultur-Lige) war eine Gruppe jüdischer Intellektueller und Künstler, die sich in den 1920er-Jahren unter anderem für den Erhalt und die Stärkung der jiddischen Sprache und Kultur in Europa engagierten. 

Die Zeit während der Jugendbegegnung haben die Teilnehmer genutzt, um zu diesem Thema zu recherchieren und zu forschen. Anschließend haben Sie ihre Rechercheergebnisse in unterschiedliche kreative gestalterische Formen gebracht. Sie haben unter anderem ein Theaterstück entworfen, jiddische Musik in ihrem Orchester interpretiert, Tanzperformances eingeübt, Bilder, Comics und Bücher gestaltet. Workshops wurden in den Bereichen Tanz, Kunst, Musik (Orchester), Theater und Medien angeboten.  

Unsere Jugend- und Workshopleiter:innen kamen (zumeist) aus Israel und alle sind sie sehr gute und erfahrene Kunstpädagog:innen in unterschiedlichen Disziplinen, gemeinsam ist ihnen die Leidenschaft für die Arbeit mit Kindern, das war an jedem Tag zu bemerken. 

 
Musik, Tanz und Theater wurden schon nach nur vier Tagen der Jugendbegegnung in der fantastischen Kulisse der Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden bei einer Gedenkveranstaltung aufgeführt. Das war ein erstes großes Highlight der Reise. Allen Beteiligten und Zuschauern wird dieses großartige Ereignis in bester und lebendiger Erinnerung bleiben. Wir bedanken uns sehr bei Frau xxx und dem Team der Staatsbibliothek für Ihren herzlichen Empfang und die vielfältige Unterstützung, die uns dort zu Teil wurde. Ebenfalls zum großen Dank verpflichtet sind wir Mordehay Yushkovsky, dem akademischen Direktor des WJC International Yiddish Center in Vilnius, der für uns und allen Interessierten eine sehr prägnante, kurzweilige und interessante Rede gehalten hat.  
Die Berlinfahrt stand da aber noch am Anfang war noch nicht beendet. Die Jugendgruppe besuchte anschließend das Jüdische Museum, wo die Jugendleiter*innen eigene Führungen mit den Jugendlichen unternahmen. Später machten alle die Stadtmitte und das Nikolaiviertel unsicher. Nach ihrer Berlinfahrt hieltMordehay Yushkovsky , der die Jugendgruppe in Werneuchen besuchte, einen Vortrag über den Maler Marc Chagall und die Bedeutung der jiddischen Sprache zur Erschließung seiner Bilder. Abends feierten alle gemeinsam in den Schabbat.  
Über die Tage fand sich auch noch Zeit, ein literarisches Café zu veranstalteten. Außerdem gab es eine Detektiv-Suche und eine Buchmesse. 

Einen dreitägigen Aufenthalt hatte unsere Gruppe in Weimar. Dort fand gerade das Yiddish Summer Weimar Festival statt und die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Meisterklassen teilzunehmen, die von den Künstler:innen des Festivals angeboten wurden. Sie ließen es sich aber auch nicht nehmen, der Öffentlichkeit ihr Können zu präsentieren und veranstalteten einen musikalischen Flashmob in der Weimarer Innenstadt. Auf dem Weg zurück nach Werneuchen gab es noch einen Abstecher in einen Kletterwald.  
Ein weiteres Großereignis war der “J-ArtEck – Got Talent” Abend, wo alle Teilnehmer:innen der Jugendbegegnung die Möglichkeit hatten, ihre Fähigkeiten den anderen zu präsentieren. Sei es “Speedcubing”, eine Musikaufführung, Artistik oder ein Zaubertrick – mit Begeisterung wurden die Künstler:innen gefeiert. Ein Wettbewerb war dieser Abend nicht. Stattdessen war es ein großes gemeinsames Happening und weit mehr als die Hälfte aller Campteilnehmer:innen traten auf die Bühne.  
Ohnehin war die Jugendbegegnung von dem Prinzip des gemeinsamen Lernens geprägt.  
Each One teach One. (Lemut???) 

Der Abschied am 05. August fiel allen Beteiligten sichtbar schwer, die Jugendbegegnung war beendet, das Projekt ist es nicht. Aber auch nach der diesjährigen Jugendbegegnung ist der Kontakt unter den Teilnehmer:innen und von ihnen zum J-ArtEck Verein nicht abgebrochen. Wir bekommen sehr viel gutes Feedback von den Eltern. Bereits im September(?) treffen sich die in Berlin lebenden Teilnerhmer:innen im Janusz-Korczak-Haus wieder und arbeiten an dem Thema „Die Kultur-Liga: Stationen einer jiddischen Reise von Kiew nach Berlin“ weiter. Für das Frühjahr 2023 ist bereits eine weitere (internationale) Jugendbegegnung geplant. Und auch unsere Jugendleiter:innen freuen sich auf die Fortführung des Projekts und auf die Zusammenarbeit mit den Kindern.  
 
All das wird unterstützt von der EVZ Foundation #MEETUPforPartnership #YOUTHforPartnership, der Harold Bob Stiftung, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Mosaic United Stiftung und der The Jewish Agency forIsrael.  

Aussicht: Nachbereitungstreffen September

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Im September treffen sich die in Berlin lebenden Teilnehmer:innen der Jugendbegegnung im Janusz-Korczak-Haus wieder und führen die Arbeit am Projekt „Die Kultur-Liga: Stationen einer jiddischen Reise von Kiew nach Berlin“ weiter.

Aussicht: Jugendbegegnung Frühjahr 2023

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Bereits im Frühjahr gibt es eine weitere Jugendbegegnung, deren Termin wir so bald wie möglich bekannt geben.

Die Förderer des Projekts sind: 

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Liste Stiftungen und Logos.