Unser Tagescamp "Shalom, Berlin" 2022 hat heute begonnen




14. und 15.04. 2022

Das waren zwei sehr spannende letzte Tage hier im Janusz-Korczak-Haus Berlin. Auch die Feierlichkeiten zum jüdischen Pessach Fest haben letzte Woche begonnen. Trotzdem wurde fleißig weiter gearbeitet.

Ein erstes Ergebnis der Workshops, können wir hier auch schon präsentieren.

Für diesen Kurzfilm wurden über 600 Einzelbilder nötig. Der Film erinnert an den jüdischen Philanthrop und Geschäftsmann Wilfried Israel. Israel, der auch eine enge Freundschaft zu Albert Einstein pflegte, war mit seinem Bruder Herbert ab 1935 Erbe und Geschäftsführer des Kaufhaus Nathan Israel. Das Kaufhaus stand an dem Ort wo sich heute auch das Janusz-Korczak-Haus Berlin befindet. Nach dem Novemberpogrom 1938, war er maßgeblich an dem Freikauf der jüdischen Mitarbeiter des Kaufhauses beteiligt, die in Folge des Pogroms im KZ Sachsenhausen interniert wurden und ermöglichte diesen die Emigration. Über zehntausend Jüdinnen und Juden hat Wilfried Israel mit seinen Hilfsorganisationen und Engagement das Leben gerettet, darunter auch sehr viele Kinder. Das Kaufhaus Israel war eines der letzten jüdischen Unternehmen, dass 1939 "arisiert" wurde. Israel, der die Rettung jüdischen Lebens von seinem Londoner Exil aus weiterführte, wurde 1943 über der Biskaya von der deutschen Luftwaffe abgeschossen.

Unsere Workshopleiterin Maria Steinmetz ist offensichtlich sehr zu frieden mit dem filmischen Ergebnis. Wir sind es auf jeden Fall.

Es gab aber auch immer die Möglichkeit, Zeit in der Gruppe zu verbringen. Schließlich ist True Love = Crew Love ;-)

Und wobei begeht man Gemeinschaft besser als beim gemeinsamen Essen? Eben!

Selbstverständlich gibt es auch Zeit und Orte für etwas Ruhe.

Um dann wieder los zu ziehen und die Gegend unsicher zu machen. Wie hier bei einer Stadtführung, die das Märkische Museum/Stadtmuseum organisiert hat. Um auch die Kinder aus der Ukraine daran teilhaben zu lassen, wurde die Führung in russischer Sprache gehalten.

In der Nikolai Kirche, die auf ein Kirchengebäude von 1230 zurückgeht und damit zu den ältesten Bauwerken Berlins gehört, gab es viel zu sehen.

Auch wenn es so aussieht, hier werden nicht die Geister des Nikolai Viertels beschworen. Aber auf Tuchfühlung mit der Geschichte des Viertels ging es schon.

Auch die Hörsinne waren gefragt.

Auch für ein Gruppenfoto ist die Nikolai Kirche ganz wunderbar geeignet.

Ein eigenes Nikolai Viertel ist in dem Workshop von Sasha Kriksunov und Aglaya Demidenko entstanden. In einer Hochbahn hat man den besten Überblick über den Kiez und seinen vielen begrünten Flächen.

Das multimediale Objekt hat aber auch auditive Eindrücke vom zukünftigen Nikolai Viertel vermitteln können. Möglich wurde dies auch durch die Unterstützung und Förderung der Initiative Lebendiges Zentrum Nikolaiviertel und der Initiative Stark Gemacht! Jugend nimmt Einfluss. Ein ganz besondere Projektwoche hat damit am vergangenen Freitag seinen Abschluss gefunden und sowohl die Kinder als auch alle anderen Beteiligten sind durchweg mit den Ergebnissen sehr zufrieden.


13.04. 2022

Die Projektwoche hatte an diesem Mittwoch Bergfest. In den Workshops wurde weiter gearbeitet, Expeditionen ins Nicolai Viertel unternommen, es war aber auch Zeit zum chillen in der Sonne.

Niemand ist bei unseren Workshops auf sich selbst gestellt und alle Kinder erhalten Hilfe, wo diese benötigt wird. Hier gibt unsere Teamleiterin für Trickfilm Maria Steinmetz Tipps und Tricks weiter.

Unsere Teamleiterin für Architektur, Sasha Kriksunov, hilft dabei das Nicolai Viertel im Kleinen entstehen zu lassen. Es wird ordentlich grün, wie man sieht.

Auch bei unsere Madrichim Julia Lang finden die Kinder halt. Außerdem ist Julia für die meisten Fotos hier verantwortlich oder leitet das fotografieren an.

Madrichim Anna Birinberg genießt zusammen mit den Jugendlichen die Sonne über Berlin und hat ein offenes Ohr für deren Belange.

Offenen Augen für neue Techniken und Möglichkeiten bringen alle Kinder mit.

An den Wänden der J-Artecks lassen sich erste Zwischenergebnisse zeigen und sehen.

12. 04. 2022

Der zweite Tag unserer Projektwoche wurde genutzt, um begonnene Arbeiten weiterzuführen.

Einen eigenen Trickfilm zu machen, bedeutet sehr viel Arbeit. Aber es geht weiter.


Vielleicht werden hier die ersten Weichen für zukünftige Architekt*innen gelegt.

Zum ersten Comic braucht es nicht nur Zeichnungen. Auch der Aufbau des Hefts und die Entwicklung der Geschichte müssen geplant werden. Dazu gehört die Unterteilung der Story in Panels.

Detailarbeit gehört aber auch dazu.



11. 04. 2022

Mit insgesamt 17 Kindern hat heute unser Tagescamp "Shalom, Berlin" begonnen. Wir freuen uns sehr, dass neben den Kindern aus Berlin auch einige geflüchtete Kinder aus der Ukraine teilnehmen und neue Kontakte knüpfen können. Die Stimmung ist sehr ausgelassen und die erste Arbeit in den Workshops hat begonnen.

Planungsarbeit ist Gemeinschaftsarbeit.

Auch Animationsfilme erarbeitet man gemeinsam sehr viel schneller.

The Sky is the Limit.

Das Wochenprogramm ist sehr umfangreich...

und bunt...

Unsere Workshop-Leiterinnen bringen sehr viele Kompetenzen und Ideen mit.

Aber ohne die Madrichim ginge das alles nicht.


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