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Über uns

Wie leben wir als junge jüdische Berliner:innen mit einem russischen Migrationshintergrund,
in unserer Stadt? Wie erleben wir als junge deutsche Jüdinnen und Juden unseren Alltag in
Berlin? An wem können wir uns orientieren, wie können wir selbst die demokratische Kultur
in der Bundesrepublik nach unseren Vorstellungen mitgestalten?

Diese und andere Fragen gingen uns seit Beginn unserer Arbeit durch den Kopf. Mit unseren
Projekten soll in erster Linie die Verbindung zwischen der jüdischen und deutschen Identität
der jungen Teilnehmer:innen im Rahmen von deren Integration in die deutsche Gesellschaft
vertieft werden. Die Vergangenheit wird durch Bezugnahme auf jüdische Geschichte und
Persönlichkeiten in Deutschland mit der Gegenwart verknüpft. Die geschichtlichen Vorbilder
dienen dabei auch als Sinnbild des heutigen Strebens nach Integration auf der einen und
Erhalt der jüdischen Identität auf der anderen Seite.

Die zwei Aspekte des Lebens in Deutschland, das Einfügen in die bestehende Gesellschaft
und die Beibehaltung des Jüdischen, werden so selbstverständlich miteinander verbunden.
Zugleich demonstrieren unsere Projekte, mit wie viel Aufwand, Mühe und Tatkraft diese
Aufgaben für die Zuwanderer:innen einhergehen.

Denn nicht allein die Integration in die deutsche Gesellschaft ist für viele mit Anstrengungen
verbunden, sondern auch das Judentum, zu dem viele nur noch eine lose Bindung besitzen,
muss oft erst wieder neu entdeckt werden. Unsere Arbeit soll daher auch einen Beitrag dazu
leisten, das Bekenntnis zum Judentum zu unterstützen, ohne dabei die vielfältigen Facetten
einer jüdischen Identität zu vernachlässigen. Wie lassen sich z.B. russische Muttersprache, ein
deutscher Lebenslauf und die jüdische Tradition unter einen Hut bringen?

Das Ergebnis unserer Arbeit soll ein Ausweis der gelungenen Integration in den deutsch-
jüdischen Kosmos sein. Sie nimmt Bezug auf vergangene jüdische Geistesgrößen und die
Ambitionen der jungen Erwachsenen, sie dokumentiert das Zurechtfinden in der deutschen
Mehrheitsgesellschaft und die Chancen, die aus einem gemeinsamen Miteinander entstehen.
So sollen das wechselseitige Wissen gestärkt und Vorurteile abgebaut werden.

Persönliche Geschichte

Vor etwa drei-vier Dutzend Jahren war es für mich wie für viele andere Kinder aus jüdischen
Familien in der UdSSR schwer, unsere jüdische Zugehörigkeit zu akzeptieren. Außer der
fünften Zeile im Pass der Eltern gab es keine jüdischen Zeugnisse wie z.B. jüdische Bücher zu
Hause, jüdischen Feste, Kenntnisse über jüdische Geschichte, Kultur und Religion oder
Bräuche. Es gab nichts, worauf ein jüdisches Kind stolz sein könnte, nichts, was man mit
Klassenkameraden:innen teilen könnte, nichts, was man auf Beleidigungen und Erniedrigung
erwidern konnte.

Dies sollte sich in der Zeit der Perestrojka ändern. Die ersten jüdischen Schulen,
Sonntagsschulen, Jugendzentren und jüdischen Ferienlager haben das Selbstbewusstsein ihrer
Besucher:innen verändert. Dort fingen unsere Kinder damit an, mehr über sich selbst, über
ihren Vorfahren und das jüdische Volk zu lernen. Es war eine echte Wiedergeburt. Die
Wiedergeburt der jüdischen Kultur und was noch wichtiger ist, die Wiedergeburt der
jüdischen Identität von Kindern und Jugendlichen. Je mehr die Kinder über die Geschichte
und Kultur ihres Volkes lernten und wussten, desto stolzer und selbstbewusster wurden sie.
Sie brachten jüdische Werte mit nach Hause als wäre es ein Schatz, den sie stolz mit ihren
Eltern teilten.


Wir, die Eltern diesen Kindern, wurden überzeugt, dass das jüdische Bewusstsein die
persönliche Entwicklung unserer Kinder positiv beeinflusst hat. Wir möchten die jüdische
Identität junger, in Deutschland lebender Juden:Jüdinnen stärken, um ihnen zu helfen, freie,
selbstbewusste Europäer:innen zu werden.


Warum unterstützen wir die Identitätsbildung bei Jugendlichen? Warum fördern wir die
jüdische Bildung? Warum setzen wir uns für Völkerverständigung ein? Warum kämpfen wir
gegen steigenden Antisemitismus? Warum ist uns Frieden wichtig? Ganz einfach, damit
unsere Kinder und Enkelkinder in einer friedlicheren Welt aufwachsen.

Ella Nilova

"Kinder haben ein Recht auf den heutigen Tag. Er soll heiter sein, kindlich, sorglos." Janusz Korczak

Das Konzept

Das Konzept der Jugendbildungsstätte J-ArtEck basiert auf den Überzeugungen des großen
Pädagogen und Humanisten Janusz Korczak:

 

  • Respekt gegenüber Kindern

  • Die Einheit von Theorie und Praxis

  • Die Gleichberechtigung von Kindern und Erzieher:innen

  • Die Herausbildung von Verantwortungsbewusstsein

  • Erziehung in kreativer Zusammenarbeit

  • Vermittlung von Wissen durch Kunst und informelle Bildungsmethoden

  • Aktive Teilnahme an allen Projektphasen

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Unsere Vision

Wir möchten, dass jüdischen Kinder sowohl mit dem jüdischen als auch mit dem modernen säkularen Wissen vertraut sind. Sie sollen über die Fähigkeiten verfügen, um selbstständig und engagiert eine führende Rolle in der jüdischen Gemeinschaft und in der vielfältigen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu übernehmen. Kinder und Jugendliche sollen sich auf ihrem Weg in das erwachsene Leben frei und ohne Angst vor Ausgrenzung entfalten können.
Mit unseren Projekten wollen wir sie dabei unterstützen und dazu ermutigen, ihr Wissen über
die jüdische Geschichte, Kultur und Traditionen stolz in die Welt zu tragen!

 

Wir sind der Überzeugung, dass die informelle Jugendarbeit ein wichtiger ergänzender
Bildungsbereich für Kinder und Jugendliche darstellt. Sie dient dazu, junge Menschen für
soziales Engagement und gesellschaftliche Mitverantwortung zu begeistern. Ebenfalls legen

wir Wert auf die Vermittlung von Gemeinschaftsgefühl, Bereitschaft und Selbstlosigkeit sowie auf die Einbindung der Alumni in das Leben des Vereins und der Gesellschaft.
Der Verein organisiert Kunst- und Bildungsprojekte wie internationale und lokale Camps, Leadership Seminare, Fortbildungen, Ausstellungen, Exkursionen und Ausflüge für Kinder, Jugendliche und Fachkräfte, die Wissen vermitteln und kreative Fähigkeiten und professionelle Kompetenzen fördern.

Unser Team

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Ella Nilova

Leiterin

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Samuel Kantorovich

Projektassistent

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Maria Stazherova

Ehrenamtliche Mitarbeiterin

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Marina Rozanova

Ehrenamtliche Mitarbeiterin

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Julia Lang

Designerin

 

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